Best Practice

Inklusive Begegnungen e.V. als Best Practice Beispiel im Inklusionskataster NRW

Ausgehend von der Idee Veranstaltung „marathon mit Musik zugunsten der Mukoviszidose Regionalgruppe Siegen e.V. – die Verbindung von Sport und Kultur, die Offenheit für die Teilnahme aller, die Schaffung von Begegnungsräumen und die Sensibilisierung für wichtige Themen (wie Mukoviszidose und Inklusion) in der Öffentlichkeit – festigte sich der Wunsch, die Verwirklichung dieser Ansprüche und Ziele zudem in einem Projekt zu verankern. Daher stellte die MUKOVISZIDOSE e.V. einen entsprechenden Projektantrag bei Aktion Mensch, der bewilligt wurde. Das Projekt startete offiziell im April 2016 mit einer Auftaktveranstaltung.
Während es im Freizeitbereich nach wie vor viele speziell an Menschen mit Behinderung adressierte Angebote – wie beispielsweise Behindertensportvereine oder Gruppenangebote von Einrichtungen der Behindertenhilfe – gibt, sehen sich Menschen mit Behinderung hinsichtlich ihrer Freizeitgestaltung bei bestehenden regulären Angeboten nicht selten mit Hindernissen konfrontiert. Barrieren sind dabei ganz unterschiedlich und reichen von der fehlenden Gebärdendolmetschung auf Veranstaltungen, über Treppen vor öffentlichen Gebäuden, bis hin zu Vorurteilen in den Köpfen der Menschen. Dies führt dazu, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeit häufig nicht gemeinsam gestalten. Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Inklusive Begegnungen“ möchte genau hier ansetzen und durch niedrigschwellige Freizeitangebote im Bereich Kultur und Sport Begegnungen schaffen, die sonst vermutlich nicht hätten zustande kommen können. Zum einen wurde im Rahmen des Projektes ein offener Lauftreff gegründet, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Menschen mit Unterstützungsbedarf haben dabei die Möglichkeit zu zweit im „Tandem“ zu laufen und werden von ihrem jeweiligen „Laufpaten“ beim wöchentlichen Training begleitet. Zum anderen wurden Musikworkshops durchgeführt, an denen alle musikbegeisterten Menschen mit und ohne Behinderung teilnehmen konnten. Ähnlich wie bei dem Prinzip der Laufpatenschaften unterstützen hier Musiker/innen aus der Region die Teilnehmer/innen ehrenamtlich. Die professionelle Begleitung der Workshops findet durch die örtliche Musikschule statt. Aus den Workshops entstand eine Musikgruppe, die sich an vielen Veranstaltungen in der Region aktiv beteiligt und damit den Gedanken der Inklusion in die Öffentlichkeit trägt.
Insgesamt zielte das Projekt darauf ab, nachhaltig inklusive Begegnungsräume im Bereich des Sports und der Kultur und damit Teilhabechancen zu eröffnen. Nicht zuletzt durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit (Internet, Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, Radio, Presse) sollen zudem Barrieren in den Köpfen der Menschen abgebaut werden. Das Ziel der Bewusstseinsbildung möchte man außerdem durch die Durchführung eigener Veranstaltungen zum Themenbereich verfolgen.


Ausführliche Informationen zu dem Projekt hier: